Dies Das Ananas

Hi.
Dieser Blog war zwischenzeitlich schon gelöscht. Bzw. privat gestellt. Aber irgendwie fühlt es sich nicht richtig an, so ganz im Stillen zu verschwinden. Damit meine ich nicht, dass ich hier mit großem Tamtam ne große Abschlussshow hinlegen möchte oder werde. Auf keinen Fall. Aber für alle Menschen, bei denen ich in irgendeiner hintersten Gehirnschublade einstaube, möchte ich noch einmal zaghaft winken, bevor sich eure Synapsenverbindungen von mir verabschieden (oder so...).

Ich fliege in einem Monat und vier Tagen für ein Semester nach Peking. Heute haben wir uns unsere Wohnung so ziemlich gesichert. Ich werde mit den drei allerbesten Freundinnen, die ich je hatte, zusammenwohnen. Es wird chaotisch bis zum gehtnichtmehr, aber super. Mein Freund wird mich besuchen kommen, weil er in der Zeit zufällig auch in China ist. Andere Freunde werden uns besuchen kommen. Die Uni wird super. Anstrengend und fordernd, aber super. Und langsam bekomme ich das Gefühl, dass das ganze tatsächlich was werden könnte. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf das bevorstehende Abenteuer und alles, was es mit sich bringt.

Und um ehrlich zu sein freue ich mich zu großen Teilen darauf, aus meiner derzeitigen Situation einfach zwangsrausggerissen zu werden. Denn mein Semester lief bisher gelinde gesagt beschissen. Nichts läuft so, wie es sollte und alles wird immer nur noch schlimmer. Es gibt kaum mehr Tage, an denen mir nicht gesagt wird wie mies und fertig ich aussehe und dass ich doch bitte zum Arzt gehen soll.
Letzte Woche war ich tatsächlich dort - ich bin laut Blutwerten etc. kerngesund, meine Monstererkältung ist scheinbar nebensächlich, meine chronischen Schmerzen sind stressbedingt und ich soll nun einfach verschiedene Schmerzmittel miteinander kombinieren und mit ihnen herumexperimentieren. Vielleicht sollte ich auch die Ärztin wechseln, wenn das ihr Behandlungsvorschlag ist. Vielleicht sollte ich auch einfach nicht konsequent mit Fieber in die Uni gehen. Aber ich habe keine Zeit zu entspannen. Es ist einfach so viel, was im Moment los ist und um das sich gekümmert werden muss. Teilweise so unnötige Dinge.

Ach ich weiß auch nicht, auf was ich hinaus möchte. Mein Internetleben ist still geworden, weil es generell um mich still geworden ist. Meine Mutter freut sich, wenn ich es schaffe, mich ein mal alle drei Wochen zu melden, meinen besten Freunden geht es ähnlich.
Ich will einfach wieder mal da sein. Will auf Partys mit meinen Lieblingsmenschen Karaoke singen und mich zum rumknutschen in einsame Ecken verziehen. Ich will einfach mal nen Film gucken, Kraft und Zeit finden, mal wieder was kreatives zu machen, ein mal so was ähnliches wie innere Ruhe finden.

Dieser Post ist nun so gar nicht, was ich wollte. Vielleicht ist das okay. Ich hab keine Zeit einen neuen zu schreiben. Und ehrlich gesagt auch keine Kraft, Lust, etc. Ich muss bis heute Abend noch eine Präsentation auf chinesisch ausarbeiten, außerdem ein wichtiges Referat bis nächste Woche, dann ist ja auch schon die Prüfungsphase da und zwei Hausarbeiten wollen auch noch geschrieben werden, bevor ich abfliege. Von BAföG, Auslandsfinanzierung, Visa etc. mal ganz zu schweigen... Und hab ich schon erwähnt, dass mein Laptop und unser Internet kaputt und somit nicht nutzbar sind?
Würde ich Mitleid wollen - ich hätte viele Gründe um mir welches zu erschnorren. (Und ja, das sind viele erste Welt Probleme, die ich habe. Aber auch ganz elementar menschliche. Keine Ahnung, warum ich das Gefühl habe mich rechtfertigen zu müssen...) Aber Mitleid bringt einen auch nicht weiter und ich hab gar nicht wirklich genug Zeit um im großen Rahmen mit jammern anzufangen, von daher ist das ja eh nebensächlich.

Passt auf euch auf, meine Lieben. Ich weiß nicht, ob hier je wieder was kommen wird. Aber die Blogger-Szene ist ja eh ausgestorben, von daher interessiert es eh niemanden, oder?

Wer irgendwas von mir mitbekommen möchte kann sich mal mein Instagram ansehen, aber ehrlich gesagt ist das auch ne halbe Leiche.
Und falls sich jemand für meinen nicht definierbar mysteriös schlechten Musikgeschmack interessiert: ich hab monatliche Playlists auf Spotify. Oder ihr guckt euch meine Trash-Playlist an. Sie ist Leben und vermutlich das Beste, was ich je erschaffen habe.

Herzchen und Liebe und all sowas,
eure Lotte.

elephantenberg

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nicht die besten photos, aber auf jeden fall einer der besten momente
(auf dem mittleren bild sieht man den netten fremden mit der analogen canon, der neben mir stand und mit mir zusammen still die frau gehasst hat, die sich den gesamten abend lang in jedes einzelne unserer bilder reingestellt hat (siehe das erste photo).)

Alltag mit Otto - Nr. 10

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"... und vom wundervollen und umsorgten familienleben für zwei wochen wurde ich in das verwirrende und unheimlich chaotische erwachsenenleben, das so aufräumtaktiken wie 'am besten räume ich alles erst einmal auf den schreibtisch' beinhaltet, und den nicht enden wollenden süddeutschen winter zurück geschmissen."

und nun ist es fast ein jahr nachdem diese bilder aufgenommen wurden. schon seltsam. es hat sich so viel geändert und irgendwie auch nicht. ich poste sie auch nur, weil ich das bedürfnis habe, die serie abzuschließen und das so ein guter weg zum prokrastinieren ist. bis zum nächsten film war's das jedenfalls mit alltag mit otto. lotte out und tschüss.

augen auf

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guten tag, guten tag, die bilder sind nichts besonderes und auch schon nen tag älter, aber irgendwie auch besser als gar nichts... ich genieße das leben und habe eine affäre mit dem arbeitstier in mir, deshalb kommt hier so eigentlich nie was. find ich selbst ein bisschen schade, find ich aber auch ziemlich okay. lasst es euch gut gehen. herz.